Nach Angaben mehrerer Medien ist Bernie Madoff in einem Bundesgefängnis in Butner, North Carolina, gestorben. Er verbüßte eine 150-jährige Haftstrafe für seine Rolle in einem Schneeballsystem, bei dem Investoren über vier Jahrzehnte hinweg um 65 Milliarden Dollar betrogen wurden.

Madoff begann im Alter von 22 Jahren mit 5.000 Dollar, die er durch Gelegenheitsjobs zusammengespart hatte, als Händler von Kleinstaktien. Im Laufe der Jahre machte er sich einen Namen an der Wall Street. Er wurde 1990 Vorsitzender der Nasdaq, war führend bei der Digitalisierung der Börse und führte die heute umstrittene Praxis der Bezahlung für den Auftragsfluss ein.

Einem Bericht von Seeking Alpha zufolge war sein Broker-Dealer-Geschäft äußerst erfolgreich und erfreute sich mindestens ein Jahrzehnt lang eines überdurchschnittlichen Wachstums. Dennoch nahm Madoff, aus welchen Gründen auch immer, jahrzehntelang das Geld der Anleger an, ohne es jemals zu investieren. Er meldete den Anlegern riesige Gewinne und schaffte es, Auszahlungsanträge mit dem Geld anderer Anleger zu erfüllen.

Schneeballsystem-Betrüger Bernie Madoff stirbt im Alter von 82 Jahren im Gefängnis

Aufgrund seines hohen Ansehens und seiner überdurchschnittlichen Renditen hatte er nie Probleme, weitere Anleger zu gewinnen. Auf dem Höhepunkt der großen Rezession war Madoff jedoch nicht mehr in der Lage, die Auszahlungsanträge der Anleger zu erfüllen.

Nach Angaben der SEC gab Madoff 2008 gegenüber zwei leitenden Angestellten zu, dass er am Ende sei, dass alles nur eine große Lüge sei und dass es sich im Grunde um ein riesiges Schneeballsystem handele. Im Jahr 2009 bekannte er sich schuldig und gab zu, dass er über vier Jahrzehnte hinweg 37.000 Menschen in 136 Ländern betrogen hat, so ein Bericht von CNBC.

Ihm wurde die Höchststrafe von 150 Jahren auferlegt. In den letzten Jahren wurde Madoff wegen einer Nierenerkrankung im Endstadium behandelt. Heute Morgen berichtete die AP, dass Madoff eines natürlichen Todes gestorben ist. Der Beitrag enthält Affiliate-Links. Timothysykes.com kann für Affiliate-Beiträge und Käufe über Links vergütet werden. Bild: AI.geba//Shutterstock.com


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